Am 18.5.2017 stimmte die Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative gegen die Nordostverbindung e.V. für die Auflösung der Initiative. 21 Jahre hatte der Verein die Planungen für die Straßenverbindung von Feldkirchen nach Unterföhring bekämpft. Die Straße wäre entlang einer aufgegeben Bahntrasse, die unter Landschaftsschutz steht, verlaufen. Im vorigen Jahr hatte zunächst die Staatsregierung die Planungen für die Straße aufgegeben. Im März folgte dann die Landeshauptstadt München nach einem Stadtratsbeschluss. Das Planfeststellungsverfahren wurde endgültig eingestellt. Das wichtigste Ziel der Bürgerinitiative, die Straße zu verhindern, war damit erreicht.

Ursprünglich sollte die Straße zur Verkehrserschließung des neuen Stadtteils Messestadt Riem dienen. Die Gemeinden Feldkirchen und Unterföhring, der verstorbene frühere Münchner Landrat Herr Janik und die Bürgerinitiative befürchteten aber durch den Bau eine enorme zusätzliche Verkehrsbelastung. Die Nordostverbindung hätte durch ihren parallelen Verlauf zum Autobahnring A99 Autoverkehr von diesem abgezogen und in die Gemeinden gelenkt. Die Bürgerinitiative hatte mehrheitlich Mitglieder aus den Gemeinden Feldkirchen, Aschheim, Unterföhring und Johanneskirchen. Sie widerstand dem Floriansprinzip und suchte nie nach anderen Trassen. Sie sah im Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs die schonende Alternative. Die Messestadtbewohner haben die U-Bahn so gut angenommen, dass für deren Mobilität die Straße überflüssig wurde. Hinzu kommen jetzt Planungen für den neuen Großstadtteil "München Nordost", die eine ganz andere Zielsetzung für den Straßenbau nötig machen. So kann die geschützte alte Bahntrasse für die Naherholung im neuen Stadtteil einen wichtigen Beitrag leisten.

Wolfgang Lüers
Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen die Nordostverbindung e.V.  2017-06-19
   
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